5 Wege zur Verbesserung der Sicherheit im Lager

Ein sicheres Arbeitsumfeld hat stets oberste Priorität. Das gilt selbstverständlich überall, aber ganz besonders im Lager. Denn hier wird mit schweren Geräten und wertvollen Gütern umgegangen – eine sensible Kombination, die spezieller Aufmerksamkeit bedarf. Worauf man dabei achten sollte? Wir haben fünf Tipps zusammengestellt.

Eines ist klar: Für die Sicherheit in einem Betrieb sind alle zusammen verantwortlich. Man sollte und darf diese Aufgabe nicht der Geschäftsführung oder dem Beauftragten für HSE (Health, Safety, Environment) überlassen – sondern jede und jeder Mitarbeitende muss dazu beitragen, dass es ein sicheres Arbeitsumfeld gibt.

Dennoch gibt es ein paar Aspekte, die das Unternehmen als Ganzes stets beachten sollte:

1. Firmenkultur

Sicherheit beginnt bei der Einstellung. Denn als Firma ist es wichtig, ein gutes Beispiel zu setzen. Dazu gehört auch, Sicherheit als wichtiges (Gesprächs-)Thema in der Firmenkultur zu verankern. Und zwar auf jedem Level: Sowohl im technischen als auch im sozialen Bereich, im Büro genauso wie auf dem Shopfloor, in der Vorstandsetage ebenso wie im Ausbildungszentrum. Nur so wird es für alle selbstverständlich, so sicher wie möglich zu arbeiten.

2. Ergonomie

Jeder Mensch möchte einen so angenehmen Arbeitsplatz wie möglich haben, schließlich verbringt man hier einen Großteil seiner Zeit. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im Betrieb und mit ihrem Arbeitsgerät wohl fühlen, sind entspannter und konzentrierter. Dadurch arbeiten sie oft nicht nur effizienter, sondern vor allem sicherer. Hier kommt das Stichwort Ergonomie ins Spiel: ein ergonomischer Arbeitsplatz reduziert die Belastung auf den menschlichen Körper enorm. Das gewährleistet nicht nur, dass sich zum Beispiel Staplerfahrer beim langen Sitzen nicht den Rücken verderben – sondern auch, dass sie den Kopf frei haben für das Wesentliche: das sichere Handling ihres Fahrzeuges und die allgemeinen Sicherheitsregeln im Lager.

3. Assistenzsysteme

Assistenzsysteme an Fahrzeugen sind das A und O, um die Sicherheit im Umgang mit Flurförderzeugen zu steigern. Sie warnen völlig eigenständig vor Gefahrensituationen und greifen im Ernstfall ein, um Unfälle zu vermeiden. Ein Klassiker für diese Anforderungen ist beispielsweise der Linde Safety Guard von Linde Material Handling. Ein weiteres Beispiel ist eine der neusten Innovationen des Intralogistikspezialisten, Linde Motion Detection. Es verhindert, dass ein Stapler überhaupt erst anfahren kann, wenn sich hinter ihm etwas bewegt. Darüber hinaus gibt es am Markt zahlreiche Lösungen für den Regalschutz, kontrolliertes Bremsen und vieles mehr.

4. Lagergestaltung und Design

Bei der Gestaltung des Lagers denkt man oftmals zuerst an effiziente Prozesse. Aber: auch das Thema Sicherheit darf nicht zu kurz kommen. In erster Linie müssen dabei gesetzliche Vorgaben berücksichtigt werden. Ganz allgemein gesprochen sollte man sich beispielsweise mit der richtigen Beleuchtung, ausreichend Platz, markierten Stapler- und Fußgängerwegen, unebenen Böden oder dem Brandschutz intensiv auseinandersetzen. Dabei hört die Optimierung des Lagers nie auf, denn es können im Alltag immer wieder neue potenzielle Sicherheitsrisiken auftreten.

5. Reguläre Trainings

Eine trainierte Belegschaft mit einem Bewusstsein für Sicherheit minimiert die Unfallgefahr. Dabei sollte es selbstverständlich sein, dass der Umgang mit den eingesetzten Fahrzeugen entsprechend geschult wurde. Darüber hinaus sind reguläre Unterweisungen und Auffrischungen sinnvoll, etwa einmal im Monat oder im Quartal – optimalerweise aber noch häufiger. Viele Betriebe, die als vorbildlich in Sachen Sicherheit gelten, beginnen jede einzelne Besprechung (z.B. zur Lagebesprechung bei Schichtbeginn) mit einer Sicherheitsunterweisung. So bleibt es stets im Bewusstsein der Mitarbeitenden: Safety first!