Allgemeine Handelswaren – ein Blick über den Tellerrand: neue Strategien im urbanen Raum für mehr Kundenzufriedenheit

Jahrzehntelang konnte der Einzelhandel seine Aufmerksamkeit auf schön dekorierte Schaufenster in Ladengeschäften richten. Mit dem Aufkommen des E-Commerce änderten sich jedoch die Spielregeln. Zusammen mit neuen Herausforderungen wie Erreichbarkeit, Verfügbarkeit und Lieferung der gekauften Waren sind Omnichannel-Strategien für den Online- und Offline-Handel nun die Realität. Für Einzelhändler bedeutet das: sich an die neue Situation anzupassen und die Chancen in diesem zunehmend urbanisierten Markt zu ergreifen, um sich gegen den Wettbewerb durchzusetzen.

Die Vereinten Nationen schätzten, dass 2019 mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung (etwa 4,2 Milliarden Menschen) in städtischen Gebieten lebte und dass diese Zahl bis 2041 auf 6 Milliarden Menschen ansteigen wird. Doch nicht nur das: Viele Verbraucher stellen auch immer höhere Erwartungen an die Abwicklung ihrer Bestellungen – wie zum Beispiel eine schnellere Lieferung. Eine maßgebliche Antwort darauf ist, tatsächliche Nähe zum Kunden zu schaffen und effiziente Omnichannel-Strategien umzusetzen.

Weniger Platz, mehr Möglichkeiten

Glücklicherweise bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass neue Immobilien angemietet oder gekauft werden müssen. Ganz im Gegenteil: Einzelhändler können einfach ihre vorhandenen Standorte nutzen – beispielsweise die Hinterzimmer bestehender Geschäfte. Für dieses Szenario bietet der Supply-Chain-Experte Dematic Microfulfillment-Lösungen an: Auf einer Fläche von nur 10.000 Quadratmetern können Einzelhändler mit dem vor Ort verfügbaren Warenangebot Onlinebestellungen ausführen. Dadurch besteht die Möglichkeit, ein optimales Kundenerlebnis im Ladengeschäft mit gleichzeitig kürzeren Lieferwegen für Onlinebestellungen zu kombinieren.

Automatisierte Lösungen für individuelle Einkaufserlebnisse

Neben der effektiven Nutzung von vorhandener Fläche in bestehenden Ladengeschäften bieten auch städtische Gebiete viel Potenzial: Ein leerer Parkplatz, eine ehemalige U-Bahn-Station oder sogar ein leeres Geschäft in einem Einkaufszentrum können als Distributionszentrum umfunktioniert werden. Als die Pandemie das Onlineshopping vorantrieb, fehlten dem stationären Einzelhandel nicht nur die Kunden, sondern auch geeignete E-Commerce-Plattformen. Infolgedessen hat sich die Lage der Einkaufszentren grundlegend verändert und es entstand Raum für neue, innovative und gemeinsame Konzepte wie interne Vertriebslösungen. Auf der ganzen Welt beginnen Eigentümer von Einkaufszentren nun damit, sogenannte Shopping-Center-as-a-Service anzubieten – zunächst mit manuellen, softwaregesteuerten Lösungen, die aber mit zunehmendem Wachstum automatisiert werden. Innovative Lösungen mit automatischen Regalbediengeräten wie AutoStore™ von Dematic eignen sich besonders gut dafür, da sie nur wenig Platz benötigen und große Lagerkapazitäten bieten.

Ein Zentrum, viele Einzelhändler, unendliche Auswahl

Um die Vorteile eines zentralen Standorts zu nutzen, kann es sogar sinnvoll sein, dass sich mehrere Einzelhändler zusammenschließen. Diese sogenannten Metro-Hubs sind in der Regel kleiner als regionale Vertriebszentren und lassen sich daher viel leichter in bestehende städtische Gebäude integrieren, sodass die Lieferzeiten für Direktbestellungen drastisch verkürzt werden können. Metro-Hubs sind auch eine gute Option für Click-and-Collect-Bestellungen.

Für Einzelhändler gibt es also viele verschiedene Wege, um voranzukommen. Die einzige schlechte Entscheidung wäre, keinen davon zu wählen.