Boxing Day, Gutscheine, verschmähte Geschenke: Was passiert nach Weihnachten?

Wer glaubt, dass der Weihnachtsstress mit dem sogenannten Boxing Day* am 26.12. – einem beliebten Shopping-Tag in vielen Ländern weltweit – endet, der irrt sich. Für den Online-Handel, die KEP-Dienstleister und auch die Intralogistik geht es nach den Feiertagen mit dem Stress direkt weiter. Schuld daran sind die unzähligen Retouren von Geschenken, die nicht passen oder dem Beschenkten doch nicht gefallen. Doch auch Neukäufe durch Geschenk-Gutscheine gilt es nach dem Geschenkemarathon zu meistern.

Hat man einmal die erste Flut des Weihnachtsgeschäfts hinter sich gebracht, folgt direkt die nächste: Pünktlich zum Boxing Day warten unzählige neue Bestellungen dank Geschenk-Gutscheinen darauf, bearbeitet zu werden. Doch nicht nur das, auch massenhaft Retouren fliegen ein: Geschenke, die nicht gefallen, die Mängel aufweisen oder in der falschen Größe bestellt wurden. Kunden möchten ihre Fehlkäufe gerne schnell und ohne großen Aufwand zurückschicken. Im Hinblick auf Kundenzufriedenheit und Kundenbindung spielen einfache Rückgabeprozesse und flexible Rücksenderichtlinien also eine besonders große Rolle. Dessen sind sich auch die Online-Händler bewusst und gehen daher auf die Wünsche der Verbraucher in puncto Bequemlichkeit ein.

Zahlreich rieseln die Retouren

Doch mit unkomplizierten Retourenabwicklungen erhöht sich auf der anderen Seite der Arbeitsaufwand für die Händler und KEP-Dienstleister: Denn wenn erst einmal die Hemmschwelle, etwas zurückzuschicken, sinkt, lassen zahlreiche Retouren nicht mehr lange auf sich warten. Um diese Retourenspitzen, wie kurz nach Weihnachten, besser zu bewältigen, bieten die meisten Online-Händler eine Verlängerung des Rückgaberechts an. So muss beispielsweise nicht in den ersten zwei Januarwochen die geballte Ladung an missglückten Weihnachtsgeschenken auf einmal gestemmt werden. Dennoch: Die Retourenquote von Weihnachten bis Mitte Januar liegt rund 40 Prozent über dem Normalstand, berichtet der Digitalverband Bitkom gegenüber der welt.

Die Hochsaison der Retouren reicht also noch bis weit in den Januar hinein. Der Pakete-Boom versiegt somit auch nach Weihnachten noch lange nicht – im Gegenteil: Die KEP-Dienstleister sehen sich auch künftig auf Wachstumskurs, so Internet World Business. Um eine schnelle und effiziente Abwicklung zurückgegebener Artikel gewährleisten zu können, braucht es vor allem individuelle Retourenabwicklungslösungen. Diese werden von Supply-Chain-Spezialisten wie Dematic angeboten.


Unpassend, unbeliebt, überflüssig?

Und was passiert mit all den Produkten, die es nicht in die Top 10 der besten Weihnachtsgeschenke geschafft haben? Etwa 70 Prozent aller Rücksendungen können nach einer sorgfältigen Kontrolle als sogenannte A-Ware weiterverkauft werden. Das wiederum heißt: „Fast ein Drittel der neuwertigen, aber verschmähten Ware muss aufgearbeitet, als Billigartikel verramscht oder gleich entsorgt werden“.

 

*English only

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