CSR-Rankings: Wie kann man Nachhaltigkeit messbar machen?

Der Schutz unserer Umwelt und damit auch ein bewussterer Umgang mit Ressourcen haben in vielen Lebensbereichen Einzug gehalten. Auch aus Politik und Wirtschaft ist das Thema Nachhaltigkeit nicht mehr wegzudenken. Das Ziel ist klar: anhaltende Verbesserung. Aber wie lässt sich Nachhaltigkeit als Ganzes eigentlich beurteilen? Bevor etwas nachhaltig verbessert werden kann, muss es erst einmal messbar und sichtbar gemacht werden – so gehen viele Unternehmen an das Thema heran. Denn so wächst auch ihre eigene Handlungsfähigkeit.

Das Problem: „echte“ Nachhaltigkeit ist in vielen Fällen schwer greifbar. Wieviel Bio steckt zum Beispiel wirklich im Apfel? Für alle Beteiligten ist es nicht leicht, die komplette Reise, die viele Lebensmittel machen, nachzuvollziehen. Deswegen haben Siegel wie Fairtrade oder das EU-Bio-Logo eine große Bedeutung für die Lebensmittelindustrie – sie machen für die Kundinnen und Kunden, aber auch für die Warenbestellenden selbst, sichtbar, dass das gekaufte Produkt bestimmte ökologische und ökonomische Kriterien erfüllt.

Transparenz schaffen – wie kann Nachhaltigkeit sichtbar werden?

Das gilt nicht nur im Umgang mit Lebensmitteln, sondern beispielsweise auch in der Industrie oder Logistikbranche. Viele Unternehmen legen hier großen Wert auf ihre „Corporate Social Responsibility“ (dt.: Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung). Um diese für ihre Kundinnen und Kunden nachvollziehbar zu machen, gibt es auch hier Siegel und Zertifikate, die die Nachhaltigkeit von Firmen und ihren Prozessen überprüfen und bescheinigen.

Eine Möglichkeit, die Nachhaltigkeit eines Unternehmens einzustufen, ist das EcoVadis-Rating. Dessen Bewertungssystem durchleuchtet mehrere Bereiche innerhalb eines Unternehmens und beurteilt diese einzeln, um eine ganzheitliche Auskunft über dessen „Corporate Social Responsibility“ (CSR) zu geben. Jedes Unternehmen ist individuell – deshalb werden Größe, Standort und Branche bei der Bewertung berücksichtigt. Das Ziel von EcoVadis ist es, Unternehmen den Ansporn zu geben, sich nicht auf bisher Erreichtem auszuruhen, sondern sich im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Es gibt natürlich auch Anforderungen, die Unternehmen für die Bewertung erfüllen müssen: ein umfangreicher Fragekatalog und unternehmensspezifische Nachweise zeigen, wie gut es um die Nachhaltigkeit steht.

Ansporn zu stetiger Verbesserung

Der Intralogistikexperte Linde Material Handling beispielsweise schneidet seit Jahren mit hervorragenden Ergebnissen ab und kann sich stetig verbessern: 2020 gab es bedeutende Fortschritte in den Bereichen Umweltschutz und Ethik. Außerdem erhielt das Unternehmen die positiven Bewertungen in den Bereichen Arbeits- und Menschenrechte sowie nachhaltige Beschaffung aufrecht. Wegen herausragenden Nachhaltigkeitsbemühungen wurde Linde Material Handling eine EcoVadis-Goldmedaille verliehen. Christophe Lautray, Mitglied der Geschäftsführung für Sales & Service, freut sich über die Anerkennung: „Mit der Goldmedaille können wir belegen, dass Linde Material Handling ein verlässlicher Partner ist und soziale, ethische und ökologische Verantwortung übernimmt.“ Trotzdem sieht er das Ergebnis auch als Ansporn: „Auf der anderen Seite wird es für uns wichtiger, dass sich auch unsere Lieferanten am EcoVadis-Rating beteiligen. Damit gelingt uns immer besser, die Nachhaltigkeit unserer Lieferkette nachzuweisen und dem geforderten ganzheitlichen Ansatz zu entsprechen.“ Linde Material Handling zählt damit nun zu den Top zwei Prozent in seiner Branche.