Die wichtigsten Logistiktrends für 2022

Die vergangenen Monate haben der Logistikbranche zahlreiche Herausforderungen beschert – aber gleichzeitig auch für einen entscheidenden Schubs in Richtung Automatisierung und Digitalisierung gesorgt. Welche Trends lassen sich daraus nun für das Jahr 2022 ableiten?

SIMPLEXITY wirft einen Blick auf die vielversprechendsten Entwicklungen in der Industrie und zeigt neue Möglichkeiten für das moderne Warenlager auf. Hier sind unsere Top fünf Trends für 2022:

1. Roboter als tatkräftige Helfer

Der E-Commerce ist nach wie vor auf dem Vormarsch. Er sorgt dafür, dass das Umschlagsvolumen in Warenlagern enorm ansteigt. Eine der gängigsten Möglichkeiten, darauf zu reagieren, sind Roboter. Schon jetzt übernehmen sie routinierte Arbeitsschritte wie das Kommissionieren im Warenlager. Schwarmintelligenz, ausgefeilte Sensorik und autonom agierende Flurförderzeuge sind längst nicht mehr nur spannende Forschungsprojekte, sondern fest in intralogistische Prozesse integriert. Dabei läuft die Weiterentwicklung dieser Technik konstant auf Hochtouren, um die „robotischen“ Kollegen noch ausgeklügelter und effizienter zu gestalten.

2. Automatisierung weitergedacht: Big Data und Networking

Nicht nur die Hardware (wie Roboter), auch die Software wird immer leistungsstärker. Das bedeutet auch mehr Daten – die enormes Rückschlusspotential für künftige Entwicklungen bieten. Um die Datenmassen effektiv nutzen zu können, kommen Big Data und intelligentes Networking ins Spiel. Mit Hilfe dieser Daten können genaue Zukunftsannahmen getroffen und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. So kann ein Unternehmen aus vergangenen Fehlern lernen aber auch künftige Risiken, für beispielsweise Lieferketten, im Vorfeld erkennen und Arbeitsabläufe entsprechend anpassen.

3. Multichannel-Lösungen für stabilere Lieferketten

Die vergangenen Jahre haben uns gezeigt: Lieferketten können bei unvorhergesehenen Ereignissen leicht anfällig werden oder sogar zusammenbrechen. Was da helfen kann? Mehr Flexibilität. Multichannel-Lösungen – oder alternative Transportmöglichkeiten – sichern diese ab. Denn wenn beispielsweise wegen eines schweren Sturms auf dem Meer plötzlich nur eingeschränkte Schifffahrt möglich ist, ist es von enormem Vorteil, wenn man ohne große Komplikationen auf den Zug- oder Straßentransport ausweichen kann.

4. Lokale Lieferanten für garantierte Versorgung

Für eine lange Zeit war Globalisierung in aller Munde – und zwar in fast allen Lebensbereichen. Genauso wie die Entwicklung zum Multichannel hin, ist auch die Wahl lokaler Lieferanten eine Folge der ungewissen Ereignisse der letzten Jahre. Denn noch sicherer als Ausweichmöglichkeiten innerhalb internationaler Lieferketten sind überschaubare Lieferketten. So bleiben Regionen unabhängiger und dank kurzer Wege auch flexibler.

5. Nachhaltigkeit ist und bleibt im Fokus

Passend zu den mehr und mehr an Beliebtheit gewinnenden kurzen Lieferwegen ist der langfristige Trend zu mehr Nachhaltigkeit. Die (Intra-)Logistik weist dabei ein enormes Potential auf, was umweltfreundlichere Prozesse angeht: Leistungsstarke E-Trucks, ein smartes Energiemanagement und wiederverwendbare Batterien sind hier nur der Anfang. Das Ziel, CO2-Emissionen weiter zu senken, wird dementsprechend auch dieses Jahr – und sicherlich lange darüber hinaus – eine große Rolle spielen.

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