Hochbetrieb ohne Stillstand: Wie sorgt man für reibungslose automatisierte Abläufe?

Es sieht ganz danach aus, dass 2021 ein weiteres Rekordjahr für den E-Commerce und die damit einhergehende Paketflut darstellt. Die Weihnachtssaison hat längst begonnen und damit auch die arbeitsreichste Zeit für Einzelhändler, Lieferdienste – und alle, die ein Lager betreiben. Automatisierte Lösungen sind dabei ein wichtiger Schlüssel für reibungslosen Materialfluss und die Wettbewerbsfähigkeit. Ebenso wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass diese automatisierten Lösungen während der Auftragsspitzen mit voller Leistung arbeiten.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: Im vergangenen Jahr hat die Deutsche Post DHL um diese Zeit bereits mehr als 1,6 Milliarden Pakete in Deutschland zugestellt – und das noch vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Der amerikanische Parcel Shipping Index des Anbieters von Technologielösungen Pitney Bowes zeigt, dass das Paketvolumen in den USA im Jahr 2020 insgesamt 20 Milliarden Pakete erreicht hat und im Vergleich zum Vorjahr nun noch einmal um 37 Prozent gestiegen ist. Neben den USA und Deutschland sind Großbritannien, Japan und China die fünf Länder, in denen die meisten Pakete verarbeitet werden. China führte die Statistik 2020 mit 83,4 Milliarden Paketen mit großem Abstand an, was unter anderem auf das beliebte Shopping-Ereignis „Singles Day“ am 11. November zurückzuführen ist.

Vorausschauende Vorbereitung auf den Hochbetrieb

Automatisierte Lösungen angesichts dieser enormen Anzahl von Paketen, der Masse an eingehenden Bestellungen und der gleichzeitig steigenden Erwartungen der Kunden, ihre Bestellungen so schnell wie möglich zu erhalten, Abhilfe schaffen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass diese automatisierten Lösungen mit höchster Effizienz arbeiten. Doch um dies sicherzustellen, braucht es neben den Anlagen auch die passenden Dienstleistungen, die dafür sorgen, dass die Software einwandfrei funktioniert, der Bestand ständig aufgefüllt wird und alle Systeme ineinandergreifen – und das im Idealfall rund um die Uhr. Mit speziellen Angeboten helfen die Anbieter automatisierter Systeme, sich auf diese Spitzenzeiten vorzubereiten und potenzielle Engpässe zu beheben, bevor sie eintreten. Der Supply-Chain-Innovator Dematic zum Beispiel bietet mehrere Dienstleistungen für automatisierte Lager an:

  • Systemprüfung: Überprüfung vor Ort durch Experten, die potenzielle Probleme mit automatisierten Materialflusssystemen ermitteln und sicherstellen, dass die Systeme wie geplant funktionieren.
  • Fernwartung: Techniker, die bei Bedarf über eine VPN-Verbindung und per Telefon Diagnosen aus der Ferne erstellen.
  • Vor-Ort Support: Unterstützung vor Ort für kritische Technologien wie Sortier-Subsysteme, WES/WCS-Software und automatisierte Lagersysteme.
  • Programm für präventive Wartung: Asset Management Software (auch bekannt als Computerised Maintenance Management Software), die Systeme überwacht und verwaltet, um sicherzustellen, dass alle geplanten präventiven Wartungsaufgaben durchgeführt werden.
  • Befristetes Technikerteam: Servicetechniker, die bei Bedarf zur Verfügung stehen, wenn es Lücken im Personalbedarf für Wartung oder Betrieb gibt (z. B. in der Hochsaison).
  • Ersatzteilbestand: Asset Management Software, die sicherstellt, dass der Ersatzteilbestand vollständig und in angemessener Menge vorhanden ist und eine angemessene Versorgung mit wichtigen Ersatzteilen überprüft.

Die Verhinderung von Ausfallzeiten ist nicht nur in der Vorweihnachtszeit entscheidend. Abhängig von den unterschiedlichen Warensortimenten der verschiedenen Händler können zu jedem Zeitpunkt des Jahres Auftragsspitzen auftreten. Für einen Händler, der Gartengeräte verkauft, herrscht beispielsweise im Frühling Hochsaison und nicht an Weihnachten. In jedem Fall hängt die Leistung in Spitzenzeiten nicht nur von automatisierten Lösungen ab, sondern auch von den Dienstleistungen, die diese begleiten.