Im Auftrag des guten Geschmacks Teil I: Welche Rolle spielt die Intralogistik bei Fisch & Fleisch?

Leckeres Gebäck, duftender Glühwein, verlockende Festtagsmenüs: Der Advent ist die Zeit der Genüsse. Und auch wenn zurzeit in vielen europäischen Ländern keine Besuche in Restaurants oder auf Weihnachtsmärkten möglich sind, haben im Lockdown die meisten Menschen Lust auf (weihnachtliche) Leckereien. Grund genug für uns, einen Blick darauf zu werfen, welche intralogistischen Prozesse hinter den Geschmackserlebnissen stecken. Tauchen Sie mit uns ein in die genussvolle Welt der Kulinarik – und erfahren Sie in unserem ersten Teil, wie ein ausgeklügeltes Automatisierungssystem oder speziell ausgestattete Gabelstapler Fisch und Fleisch frisch auf den Tisch bringen.

Ob im Restaurant oder zuhause: Die Hauptzutat für ein gelungenes Menü ist und bleibt die Qualität und Frische der verwendeten Lebensmittel – und diese hängt stark von leistungsfähigen (intra-)logistischen Prozessen ab. Vor allem Produkte wie Fisch und Fleisch stellen hohe Herausforderungen an eine reibungslose Intralogistik. Um dies zu veranschaulichen, haben wir einige Anwendungsbeispiele aus der Nahrungsmittelindustrie zusammengestellt.

Komplexe Kühlketten für Steaks

Wie kommt zum Beispiel ein saftiges Steak frisch auf den Tisch? Unser Beispiel: das „Bigler Royal Rind“ – ein Programm der Bigler AG, bei dem die Tiere unter besten Bedingungen auf den grünen Berghängen der Schweizer Alpen gehalten werden. Doch die Qualität hängt nicht nur von der Haltung der Tiere, sondern auch von der Lagerung des Fleisches ab. Deshalb verlässt sich die Bigler AG in ihrem Warenlager auf ein automatisiertes Lager- und Sortiersystem, ein so genanntes Multishuttle-System des Automatisierungs- und Supply-Chain-Experten Dematic. Mit unterschiedlichen Temperaturzonen sorgt es für die perfekt temperierte Lagerung und schnelle Auftragserfüllung – damit das Fleisch frisch in Restaurants und Haushalten ankommt. Das System von Dematic ist bereits weltweit im Einsatz, wie zum Beispiel auch bei einem der größten fleischverarbeitenden Betriebe in Australien.

Schnelle Prozesse für fangfrischen Fisch

Die Fischerei stellt noch einmal ganz andere Herausforderungen an die Intralogistik, z. B. bei den zahlreichen Fangbetrieben rund um die norwegischen Lofoten. An den entlegenen Fischerdörfern sind zahlreiche Elektro-Gabelstapler von STILL im Einsatz, um den Kabeljau, das sogenannte „Gold der Lofoten“, direkt von den Booten entgegenzunehmen und ohne Umwege ins Kühlhaus zu bringen. Hier ist Schnelligkeit gefragt. Darauf vertraut zum Beispiel auch die Besatzung von Deutschlands größtem Hochseetrawler Maartje Theadora, über den das deutsche Nachrichtenmagazin die Welt eine Reportage gedreht hat. Der Trawler geht zwischen dem französischen Calais und dem englischen Dover auf Fangtour, um bis zu 6.000 Tonnen Frischfisch an Bord zu nehmen. Diese werden dann im Heimathafen Rostock von zahlreichen Gabelstaplern von Linde Material Handling entgegengenommen und schleunigst in das moderne Kühllager transportiert. So überzeugt auch der Fisch mit Frische und Geschmack – an Weihnachten genauso wie an allen anderen Tagen im Jahr.

Erfahren Sie unserem zweiten Teil, wie automatisierte Systeme für effizienten Getränkenachschub sorgen.


Dieser Artikel erschien in ähnlicher Fassung erstmals am 29.09.2020 bei der KION Group.