Ist Automatisierung sinnvoll im Gefahrgutversand?

Ob auf der Straße, auf Schienen oder per Flugzeug – beim Transport von Gefahrgut gibt es jede Menge Vorschriften und Verordnungen. Letztendlich liegt die Verantwortung für die Sicherheit immer beim Versender – und damit jede Menge Arbeit: Klassifizierung, Identifizierung, Verpackung, Markierung und Kennzeichnung, Dokumentation… Zigtausende weitere Prozesse, die den manuellen Versand einer Gefahrgutsendung extrem aufwändig machen. Fortschrittliche IT-Lösungen schaffen hier Abhilfe, wie das Online Magazin MM MaschinenMarkt berichtet.

Früher wurde ganz klassisch mit einer Gefahrgutliste in der Hand gearbeitet. Sondervorschriften, die bei der Verpackung, den Gefahrgutaufklebern und der Kartonauswahl zu beachten waren, mussten detailliert handschriftlich festgehalten werden – da war Chaos vorprogrammiert und falsche Deklarierungen stellten ein ständiges Risiko dar. Ganzheitliche IT-Unterstützung kam also wie gerufen – und ebnete den Weg in Richtung digitalisierte Zukunft.

Mit Automatisierung auf Nummer Sicher 

Mit der digitalen Lösung gab es von nun an übersichtlichere Informationsmöglichkeiten für die Logistikmitarbeiter – und analoge Arbeitsmittel wie Listen oder Handzettel waren Geschichte. Heute werden Lösungen als Add-on direkt in die IT-Infrastruktur integriert. Wie das funktioniert? Der Logistikmitarbeiter erhält vom System die Teilenummer des Gefahrguts. Das Add-on generiert automatisch die Versandinformationen – immer genau nach den Sicherheitsbestimmungen.

Alles auf einen Blick: Der Packer sieht nun passende Gefahrgutlogos und Aufkleber auf seinem Bildschirm. Parallel werden auch die dazugehörigen Etiketten und Dokumente zusammengestellt und für den Druck aufbereitet. Dadurch werden Durchlaufzeiten kürzer – und Rückfragen beim Versandbüro entfallen komplett. Das Ergebnis? Ein sicherer Versand, so schnell und unkompliziert wie nie.

Dynamische Prozesse mit Durchblick

Was die Add-ons sonst noch zu bieten haben: Sie sind Teil ganzheitlicher Versandlösungen, die wie ein Kreislauf funktionieren – mit Schnittstellen zu allen gängigen Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) sowie Speditionen und mit einer Verbindung zum Warenwirtschaftssystem. Sind die passenden Waagen ebenfalls ans System angeschlossen? Hervorragend, so kann für jede Gefahrgutsendung automatisch immer das richtige Versandlabel für den jeweiligen KEP oder die Spedition erstellt werden.

Dank elektronischem Datenaustausch sind alle Aufträge für die Mitarbeiter per Monitoring erfassbar – inklusive Statusverfolgung. Über eine Trackingnummer können sich die Kunden über den Versandstatus informieren, bevor sie zum Telefon greifen müssen. Und natürlich kann auch die Versandabteilung die Daten rund um die Uhr einsehen und Rückmeldungen an den Kunden geben.

FREIE BAHN FÜR DEN INTERNATIONALEN AUSSENHANDEL

Besonders praktisch: die einmal erfassten Daten können für die Zollanbindung und die sogenannte „Gelangensbestätigung“ genutzt werden. Diese bedeutet für Industrieunternehmen in der Europäischen Union einen enormen Aufwand. Das Add-on prüft alle Produkte für den Außenhandel auf notwendige Formulare und Zertifikate und wählt sie automatisch aus – eine enorme Erleichterung und Beschleunigung für den Gefahrguttransport.


 

 

Verwandte Artikel