Was bedeutet eigentlich… „Smart Factory“?

Die Smart Factory (engl. für „intelligente Fabrik“) bildet das Herzstück der Industrie 4.0: Hier werden Maschinen und Produkte intelligent und großflächig miteinander vernetzt, um eine Produktionsumgebung zu gestalten, die sich nahezu selbst organisieren kann. Kommunikation ist dabei das A und O: Technische Grundlage bilden hier sogenannte cyber-physische Systeme. An dieser Stelle kommt dann das Internet der Dinge – kurz IoT (engl. für Internet of Things) – ins Spiel: Mit dessen Hilfe können die vernetzten Maschinen und Fahrzeuge der Smart Factory problemlos miteinander kommunizieren, sich selbstständig im Warenlager bewegen – Stichwort AGV – und ihre zugeschriebenen Aufgaben bewältigen.

Ein Beispiel, das auch mit dem Industrie 4.0 Award 2018 ausgezeichnet wurde, bildet das Elektronikwerk Amberg von Siemens. Hier hat der Technologiekonzern komplett auf eine flächendeckende Vernetzung und die Automatisierung seiner Prozesse gesetzt.  – mit Erfolg: Bis zu 16 Millionen Simatic-Produkte verlassen das Werk pro Jahr.

Kommen Fertigungsanlagen und Logistiksysteme also bald ohne Menschen aus? Bei Siemens z.B. stellt das zentrale Qualitätsmanagement-System Fehler in Echtzeit fest. Diese werden dann jedoch weiterhin von Menschen behoben. Ganz ohne menschliche Hilfe kommt also auch die Smart Factory (noch) nicht aus.

LOGISTICS LEXICON • S – SMART FACTORY

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