Was ist der neue „X-Faktor“ bei Linde Material Handling?

Ob in Papierfabriken, beim Getränkehandel oder in der Holzindustrie: Die Ansprüche an die (Intra-)Logistik in diesen Warenlagern sind extrem hoch. Schwere Lasten, eng getaktete Schichten, Staub und Schmutz bei den Außeneinsätzen oder unebene Untergründe verlangen einen robusten, belastbaren Stapler mit voller Power. Daher kamen hier vor allem Gabelstapler mit Verbrennungsmotoren in Frage – bis jetzt. Der Intralogistikspezialist Linde Material Handling bringt nun einen Elektrostapler auf den Markt, der den Verbrennern in Sachen Leistung in nichts nachstehen soll – und das ganz ohne Emissionen. 

Der Ruf nach nachhaltigen Fahrzeugen in allen Einsatzbereichen der Intralogistik wird immer größer. Die Anfragen für emissionsfreie Alternativen, die sich auch für schwere Transporteinsätze in Extrembedingungen eignen, häuften sich auch beim Aschaffenburger Gabelstaplerhersteller Linde Material Handling. „Viele unserer Kunden wollten zwar gerne auf Elektrostapler wechseln, aber nicht auf die gewohnte Leistung, Bodenfreiheit, Robustheit, und Ergonomie der Linde-Hydrostaten verzichten“, schildert Björn Walter, Senior Produkt Manager Gegengewichtstapler bei Linde Material Handling.

Clever kühlen für mehr Power

Hier soll ab sofort der neue Elektrostapler X20 – X35 im Traglastbereich von 2,0 bis 3,5 Tonnen Abhilfe schaffen. Der neueste E-Stapler aus dem Hause Linde Material Handling verspricht, mit Batteriebetrieb die Leistungsstärke und Robustheit der Linde-Hydrostaten, also Verbrenner, zu erreichen. So ist es erstmals möglich, E-Stapler dort einzusetzen, wo bisher die Nutzung von V-Staplern unumgänglich waren. Ein wichtiger Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, ist die neue Wasserkühlung der Leistungsmodule im Stapler: „Die Herausforderung beim Elektrostapler liegt nicht darin, kurzfristig hohe Leistungen abzurufen, sondern diese hohe Performance über einen längeren Zeitraum aufrechtzuerhalten“, erklärt Johannes Hössbacher, Produktmanager Gegengewichtstapler bei Linde MH. „Während der Nutzung wird durch die Leistungsmodule Abwärme erzeugt. Wird diese nicht abgeführt, reduziert das Fahrzeug seine Leistung, um die Elektronik vor Überhitzung zu schützen. Hier setzt unsere neue Wasserkühlung an, denn diese sorgt dafür, dass das Fahrzeug z.B. auch in Mehrschichteinsätzen oder unter extremen Belastungen seine Leistung beibehält.“ Der Lithium-Ionen-Stapler wurde deshalb mit einem neuartigen Kühlsystem ausgestattet, dank dem die verbauten Leistungsteile im Stapler stets in ihrem optimalen Temperaturbereich arbeiten können.

Leistung auf Verbrenner-Niveau – aber emissionsfrei

Eine weitere maßgebliche Neuerung wurde bei den Motoren vorgenommen: In den E-Stapler X20 – X35 sind sogenannte SRM-Motoren Plus (Synchron-Reluktanzmotoren) eingebaut, deren Leistung zusätzlich durch Permanentmagnete verstärkt wird. „Mit unseren SRM+-Motoren erreichen wir nun eine beeindruckende Effizienz von 92 Prozent,“ bestätigt Johannes Hössbacher. Der Elektrostapler kommt dank einer optimierten Komfort-Hydraulikpumpe außerdem geräuscharmer als die Vorgängermodelle um die Kurve und sorgt so für mehr Konzentration beim Fahren.

Drahtlos verknüpfen, nahtlos losfahren

Auch in Sachen Konnektivität zieht der E-Stapler nun mit dem Verbrenner mit: Mit dem H20 – H35 brachte Linde MH 2019 den ersten voll vernetzten Stapler aus der Serienplattform auf den Markt. Softwareupdates kommen seitdem jetzt ganz einfach „over the air“. Die Stapler müssen also nicht mehr klassisch an ein System angeschlossen werden, sondern werden über W-LAN oder 4G auf den neusten Stand gebracht. So lassen sie sich auch die neuen E-Stapler nahtlos in vorhandene IT-Infrastrukturen und Flottenmanagementsysteme einbinden. Gleichzeitig ermöglicht die Vernetzung ab Werk, dass weitere Features jederzeit bei Bedarf freigeschaltet werden können, wie z.B. eine Lastgewichtsanzeige.