Was ist eigentlich… Omnichannel Vertrieb und Fulfillment?

Beim Shoppen verschwimmt die klare Trennung zwischen offline und online immer mehr. Das Zauberwort lautet: Omnichannel (von lat. „Omnis“ für „alle“ und engl. „Channel“ für „Kanal“). Das bedeutet, dass Einzelhändler ihre Verkaufskanäle verwalten, um ein „nahtloses“ Einkaufserlebnis für die Verbraucher zu schaffen. Im Gegensatz zum Multichannel-Handel („Mehr-Kanal-Vertrieb“), bei dem die Kanäle unabhängig voneinander funktionieren, haben die Verbraucher beim Omnichannel-Vertrieb die Möglichkeit, die einzelnen Vertriebswege ganz einfach miteinander zu kombinieren oder vom einen zum nächsten zu wechseln – das betrifft den stationären Handel, den Onlineshop, Social Media, Online-Marktplätze und Apps gleichermaßen.

Einzelhändler, die sich für den Weg des Omnichannel-Vertriebs entscheiden und die Bedürfnisse der Verbraucher bestmöglich erfüllen möchte, brauchen dafür natürlich ein ausgefeiltes Omnichannel-Fulfillment. Hierbei müssen alle Systeme miteinander vernetzt sein – vom Kassensystem in den Filialen über die Lagerbestände in den Onlineshops bzw. Online-Marktplätzen bis zur Logistik in den Zentrallagern. Zudem müssen die (Verbraucher-)Daten sorgfältig gepflegt, aktualisiert und analysiert werden. Das optimale Zusammenspiel von einem intelligenten System und einer leistungsfähigen Software ist das A und O – denn der Warenbestand muss immer in Echtzeit aktualisiert werden.

Zu einer erfolgreichen Omnichannel-Strategie gehören auch Services, die den Verbrauchern einen nahtlosen Kaufprozess ermöglichen:

  • „Click & Collect“ und „Click & Reserve“: Artikel werden online gekauft bzw. reserviert und können dann vor Ort abgeholt bzw. erst angeschaut werden.
  • „BOSS“: Die Abkürzung steht für „Buy Online, Ship-from-Store“. Hierbei soll der Bestand in einzelnen Filialen in der Nähe der Verbaucher genutzt werden.
  • „Ship-to-Store“: Ist der Wunschartikel nicht in einer Filiale in der Nähe des Verbrauchers verfügbar, wird er einfach von einem anderen Laden oder dem Zentrallager kostenlos in diese Filiale geschickt.
  • „Return-to-Store“: Online gekaufte Artikel können in einem Store umgetauscht bzw. zurückgegeben werden.

Automatisch die richtigen Kanäle bedienen 

Um Omnichannel Vertrieb und Fulfillment bestmöglich zu nutzen, müssen Einzelhändler auf Automatisierungslösungen zurückgreifen. Ein führender Anbieter ist der Supply-Chain-Innovator Dematic, und ein hervorragendes Beispiel sein Microfulfillment-System. Dabei handelt es sich um ein automatisiertes kompaktes Lager, das sich auf einer vorhandenen Fläche (bis zu 1.000 Quadratmeter) eines Ladengeschäfts befindet und sowohl Onlinebestellungen als auch On-Demand-Bereitstellungen in kürzester Zeit abwickeln kann. Damit wird das Geschäft zu Auslieferungszentrale und Abholstation in einem. Dematic bietet viele verschiedene Technologien an, darunter das modulare Goods-to-Person-Kommissionierungssystem AutoStore. Dieses automatische Kleinteilelagersystem ermöglicht eine maximale Lagerdichte bei minimalem Platzbedarf: Behälter werden einfach auf dem Boden gestapelt und von Robotern automatisch an die Arbeitsstation transportiert.