Welche Auswirkungen hat die Mobilität der Zukunft auf unsere Infrastruktur?

Mit dem Auto immer konstant in derselben Geschwindigkeit unterwegs, man hält automatisch den passenden Abstand zum Vordermann ein und bleibt wie von selbst auf der Spur – klingt nach entspanntem Fahren. Was vor einigen Jahren noch wie Zukunftsmusik klang, ist heute dank intelligenter Assistenzsysteme längst Realität. Doch die Entwicklung geht weiter. Der nächste Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft: komplett autonomes Fahren.

Wer an die Mobilität der Zukunft denkt, hat meist ein klares Bild vor Augen: Fahrzeuge sind leise und emissionsfrei unterwegs. Die Geschwindigkeiten sind konstant – nicht zu schnell und nicht zu langsam. Der Verkehr ist flüssig und sicher. Was es nicht mehr gibt, sind Staus und Verkehrsdelikte. Dafür aber: mehr Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr. Das sind zwei der grundlegenden Ziele des autonomen Fahrens, die u.a. auch die deutsche Bundesregierung verfolgt und daher kürzlich einen entsprechenden Aktionsplan vorgestellt hat. „Autonomes Fahren muss Mobilität, Sicherheit und Datenschutz vereinen. Aber noch fehlen verlässliche Technologien. Hier setzt unser Aktionsplan an. Durch das im Aktionsplan vereinbarte arbeitsteilige Vorgehen […] werden die zentralen Forschungsthemen nahtlos abgedeckt und wirksam gefördert. Dazu zählt vor allem die Beherrschung der Schlüsseltechnologien für das autonome Fahren – wie Sensorik, Elektronik, Künstliche Intelligenz und Big Data […]“, erklärt Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Vernetzt mit der Straße

Doch nicht nur Fahrzeuge müssen mit neuesten digitalen Technologien ausgestattet werden. Auch unsere Infrastruktur muss sich diesem Wandel anpassen. „Informations- und Kommunikationssysteme im Fahrzeug und die Vernetzung der Verkehrsträger mit dem Straßenverkehr und der Infrastruktur sind ein Schlüsselthema für die Automobilindustrie“, bemerkt z.B. der deutsche Verband der Automobilindustrie. Die Entwicklungen im Bereich der Infrastruktur treten allerdings auf der Stelle. Laut McKinsey & Company* ist der Großteil unserer Infrastrukturen noch nicht bereit für die Mobilität der Zukunft. Deshalb gilt es jetzt, wahrscheinliche Szenarien zu entwickeln, die mögliche zukünftige Anforderungen beschreiben.

Dabei müssen diverse Fragen beantwortet werden, beispielsweise wie Schnellladestationen auf Autobahnen am besten mit Strom versorgt werden können. Zukunftsorientierte Technologien, wie spezielle Sensoren, ermöglichen zudem eine optimale Vernetzung zwischen autonomen Fahrzeugen und intelligenten Verkehrssteuerungssystemen. Für diese Anpassungsmaßnahmen entstehen jedoch hohe Kosten. Zudem ist die Anpassung ein kompliziertes Unterfangen, da ja der laufende Verkehr weiterhin aufrechterhalten werden muss. So bleibt es nach wie vor spannend auf der Straße in Richtung Zukunft.

*Nur in Englisch

Verwandte Artikel