Was ist eigentlich… „Predictive Maintenance“?

Eine Störung beheben, bevor sie passiert – wäre das nicht ein Traum? Genau darum geht es bei „Predictive Maintenance”. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „vorausschauende Wartung”. Die Idee dahinter: Maschinen, Anlagen oder Fahrzeuge proaktiv warten, bevor es zu Störungen kommt, um so die Ausfallzeiten auf ein Minimum zu begrenzen.

Aber wie lassen sich Störungen zuverlässig voraussagen?

Hierzu müssen große Mengen von Daten erhoben, gespeichert und analysiert werden. Diese Verbundenheit zu Big Data macht die Predictive Maintenance zu einem der wesentlichen Anwendungsfelder der Industrie 4.0. Die Idee ist, die erfassten Messwerte rund um das Gerät (z. B. Drehzahlen, Temperaturen und Geräusche von Motoren) mit Sensoren kontinuierlich in Echtzeit zu erfassen und direkt an ein Servicezentrum oder den Hersteller zu übermitteln. Das funktioniert allerdings nur, wenn alle Geräte über das IoT (Internet of Things) miteinander verbunden sind, wie etwa in einer sogenannten Smart Factory.

Um alle Vorteile der Predictive Maintenance nutzen zu können, sind laut dem Onlineportal Bigdata-Insider drei Arbeitsschritte notwendig:

    • Erfassen, Digitalisieren und Übermitteln von Daten
    • Speichern, Analysieren und Bewerten der Daten
    • Errechnen von Eintrittswahrscheinlichkeiten für bestimmte Ereignisse

Werden alle entsprechenden Daten korrekt gesammelt und ausgewertet, lässt sich damit u.a. der  günstigste Zeitpunkt für Wartungsmaßnahmen voraussagen. Damit lassen sich Ausfallzeiten drastisch reduzieren, was Zeit und Geld spart. Ein weiterer Pluspunkt: Durch die Analyse der gesammelten Daten lässt sich langfristig die Leistung der Maschine verbessern.

LOGISTIK LEXIKON ⋅ P – PREDICTIVE MAINTENANCE